Die Macht der Sprache
Einst lebte ein gerechter Richter, der in der Sprache gewandt war. Er sprach Gerechtigkeit. Diese war seine Aufgabe.
Dieser Richter hatte drei Söhne. Und er lehrte sie die Macht der Sprache. Doch konnte er nur den Samen legen. Alles andere lag nicht in seiner Hand.
Der Älteste wurde ein wortgewaltiger Heerführer.
Er peitschte die Soldaten auf mit seinen Ansprachen. Er schürte mit wohl gewählten Worten den Hass und den Neid in den Menschen.
Er sprach den Machthunger der Menschen an.
Der Zweite wurde ein Lehrer.
Er lehrte seine Schüler all das Wissen, das die Menschen seit Anbeginn von Generation zu Generation weitergegeben hatten. Er beantwortete die Fragen seiner Schüler und er lehrte sie das Denken.
Er sprach den Verstand der Menschen an.
Der Jüngste wurde ein Erzähler. Der zog durch die Lande und erzählte. Er erzählte von dem, was die Menschen ihm berichteten. Er erzählt all die glücklichen und all die traurigen Momente, die er erfahren hatte. Er erzählte davon, wie unterschiedliche die Menschen sind und wie sehr sie sich gleichen.
Er sprach die Herzen der Menschen an.
Meine Bitte an all diejenigen, die die Geschichte gelesen haben:
Um keinen Termin mehr zu verpassen und einmal im Monat ein Märchen zu erhalten, das Sie überrascht, amüsiert oder berührt,
können Sie sich hier für die Märchenpost anmelden.
Sie kennen einen Menschen,
dem Sie mit Märchen eine Freude machen können?
Erzählen Sie von meiner Märchenpost oder
schicken Sie diese einfach weiter!
"Denn das Erzählen lebt davon,
dass über das Erzählen erzählt wird!"


